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12.06.2019
Immer dieser Michel
Gertrudenschüler besuchen Familienstück der Freilichtbühne
Selbst das Wetter spielte lange Zeit mit. Nur zum Ende schien es sich ein Beispiel an Michels Streichen zu nehmen und so gingen wir zwar nicht bedröppelt, aber dennoch fast tropfnass nach Hause.
Der Stimmung tat dieses keinen Abbruch. Der kleine Blondschopf vom Hof Katthult aus dem schwedischen Lönneberga hatte im Nu die Herzen des jungen Publikums erobert. Seine unbeschwerte Art, seine Lebenslust und natürlich seine Witzigkeiten verzauberten die jungen Gäste. Wie er den letzten Rest Gulaschsuppe noch aus dem Suppentopf trank und dabei versehentlich in selbigem stecken blieb, wie er Linas Zahnschmerzen auf die ihm ureigene Art mit einem Sprung vom Schuppen lösen wollte, wie mit seiner „Müsse“ (Michels Ausdruck für sein Holzgewehr) den Dieb auf dem Jahrmarkt zur Strecke brachte oder seine kleine Schwester Ida kurzerhand an der Fahnenstange hochzog (Der Ausblick dort oben ist nun wirklich besser.); diese Bandbreite machen ihn sein Generationen zu dem liebenswerten Lausbuben, der sich bei seinen Streichen stets nie Böses denkt und zur Strafe oft doch wieder (Holz-)Männchen machen muss (oder darf).
Der Lindgren’sche Kinderklassiker, der im Übrigen im schwedischen Original Emil heißt, wurde von der Freilichtbühne sehr facettenreich und liebevoll dargestellt. Da war es schlussendlich auch egal, ob das Wetter mitspielte oder uns einen Streich. Eines ist sicher: Wir sind im kommenden Jahr wieder dabei! 
Bleibt nur zu hoffen, dass sich unsere Schüler nicht zu viele Streiche abgeschaut haben. Ab morgen werden wir es erfahren, nur dass dann Frau Schröder schimpft und nicht Michels Papa. 

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