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26.04.2019
Wie viele Flecken hat die Kuh?
Zweitklässler erkunden selbstständig Hof Espelage
Wissen Sie, wie viele Liter Milch eine Kuh am Tag gibt, wer oder was eine Schwarzbunte ist oder woran man erkennt, ob ein Huhn braune oder weiße Eier legt? Zugegeben, dass die Fragen zwar nicht weltbewegend sind, aber zumindest einer passenden Erklärung bedürfen. Unsere Zweitklässler erhielten in dieser Woche ganz besonderen Unterricht. In Kooperation mit der Universität Vechta, den beiden Verbänden RUBA und AGRELA wurden sowohl in einem theoretischen Teil als auch in einem Praxistag die Themen Landwirtschaft und Bauernhof aufgearbeitet. Gemeinsam mit Esther Barth wurden die wichtigsten tierischen Verwandtschaftsverhältnisse vorab geklärt. Eber und Sau gehören zusammen, ebenso wie Bulle und Kuh. Daneben gibt’s noch Ferkel, Kälber und Fohlen sowie die Klassiker wie Hahn und Huhn und die allseits beliebten Küken. Und wer wissen wollte, ob das Huhn braune oder weiße Eier legt, dem soll gesagt sein, dass es an den Ohren, nicht aber am Gefieder liegt!
Spielerisch wurde all dieses bearbeitet. Im Quiz wurde deutlich, wer besonders gut aufgepasst hatte. Starke Arme waren gefordert, als eigenständig gebuttert wurde. Die Augen der Kinder wurden immer größer, als sie sahen, wie einfach man Butter aus Schlagsahne herstellen kann. Anschließend wurde natürlich probiert. Getreu dem Motto: Vertrauen ist gut, mit Kontrolle schmeckts besser.
Tags darauf ging es zur praktischen Erprobung über. Auf dem Hof angekommen, empfingen uns Hund, Katze und Hühner. Doch eines hinterließ bei vielen besonderen Eindruck: die Landluft. Bauer Ludger Espelage zeigte uns bereitwillig seinen Hof. Angefangen wurde im Kuhstall. Was frisst eine Kuh und wie wird sie gemolken? Fragen, die es zu beantworten galt. Aber nichts geht über die Praxis. Kühe zu füttern, ist eines, zu wissen, dass sie nur eine Kauleiste haben, das andere. Gemeinsam wurde gemolken und geritten. Ja, richtig, Kuh Bianca stellte sich freiwillig zur Verfügung und jedes Kind durfte sich mal als „Cowboy“ probieren. Dabei merkte der geübte Kuhkuschler schnell, dass Kühe deutlich wärmer sind als Menschen. Die Kälbchen übten einen besonderen Reiz aus.
Daneben lernten wir noch die Hühner- und Katzenfamilien des Hofes kennen – und lieben. Auch die Schweine wurden kurz besucht und zum Abschluss, das darf natürlich auf keiner Bauernhoftour fehlen, fuhr der große, mächtige Traktor vor. Als man mittags wieder im Bus saß, stand für alle fest, dass der nächste Ausflug zu Bauer Ludger und seinen tierischen Begleitern schnellstmöglich stattzufinden hat.

An dieser Stelle sei ein ganz besonderer Dank nochmals Ludger Espelage und Esther Barth, die uns diesen spontanen Bauernhofbesuch ermöglichten, gesagt. 
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