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12.06.2018
Ein Rennen für die Geschichtsbücher
Moritz und Ben sorgen bei den Leichtathletikwettbewerben für Aufsehen
Sich mit den Besten zu messen, das ist die Idee der Leichtathletikwettkämpfe der Grundschulen. Duelliert wird sich im Laufen, Springen und im Werfen. Die Maßstäbe sind ähnlich denen der Bundesjugendspiele. Nur das dieses Mal die Konkurrenten nicht aus den Parallelklassen, sondern aus den anderen Schulen kommen.
Vielleicht, mit einem Augenzwinkern, zu vergleichen mit regionalen Olympischen Spielen.
Die Wettkämpfe zeigten wieder einmal, dass Rekorde quasi pulversiert wurden und jeder Teilnehmer an seine Grenzen und darüber hinaus ging oder zu gehen bereit war.
Unsere Damenmannschaft mühte sich nach Kräften und verließ die Wettkampfstätten stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Allerdings gelang es nicht in die Phalanx der „großen Schulen“ einzubrechen. Dabei zu sein, das war für viele eine erlebnisreiche wie schöne Erfahrung. Unsere Jungen präsentierten sich in guter Verfassung und belegten in der Endabrechnung einen guten fünften Platz von zehn Mannschaften. 
Beiden Teams gratulieren wir ganz herzlich!

Aber was wären Leichtathletikwettkämpfe ohne diese eine, besondere, hollywoodreife Geschichte? Nichts!
Und so sollte es auch dieses Mal sein. Im abschließenden 1000-m-Lauf der Jungen hinterließen zwei Zweiklässler einen bleibenden Eindruck beim staunenden Publikum und den anwesenden Lehrern.
Aber von Anfang an. Noch bevor der Lauf begann, meldete sich einer unserer Läufer krankheitsbedingt ab. So waren es nur noch drei: Moritz, Ben und Magnus. Das Rennen begann und die Ausgangsposition war denkbar ungünstig für unsere Starter: ganz außen. Noch in der ersten Kurve verschwanden sie im Pulk der größeren und älteren Läufer. Aber sie ließen sich davon nicht beirren, vertrauten ihrem Laufstil und arbeiteten sich Läufer für Läufer nach vorne. Nach 400 Metern waren alle bereits im vorderen Mittelfeld angekommen. Ihre Schritte wurden größer, schneller und immer raumgreifender! Was sich auf den letzten 400 Metern abspielte, glich einer Degradierung der anderen Läufer zu Statisten. Moritz und Ben machten sich auf, Geschichte zu schreiben. Auf den letzten Metern lagen der Acht- und der Siebenjährige auf den Plätzen 3 und 4, gaben diese nicht mehr her und hatten sogar noch Chancen ganz vorne einzulaufen. 
Leider ist das Leben nicht immer ein Hollywoodfilm, aber unglaublich war es trotzdem. Im Zwiegespräch erörterten Moritz und Ben anschließend, weshalb es nicht zu mehr reichte. 
Dabei erinnerten beiden an den jungen Paul Ereng, der 1988 in Seoul überraschend Olympiagold gewann und sinngemäß meinte, dass er seine Konkurrenten zuerst beobachtete, um, wenn sie ermüdeten, angreifen würde.Magnus komplettierte das erfolgreiche Trio mit einem tollen neunten Platz. Kamen früher Olympiasieger aus Kenia, so lässt sich schmunzelnd feststellen, dass das neue Leistungszentrum der Kenianer direkt am Lohner Rathaus beheimatet ist. 
Im nächsten Jahr wird’s schneller – versprochen?!
Ben Wobbeler