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15.06.2018
"Eis schmeckt nicht, wenn es regnet!"
Ausflugstag der Gertrudenschule kommt zu allerlei neuen Erkenntnissen
Einmal nach dem Klingeln direkt wieder aus der Schule raus. Das, so mag manch einer meinen, gäbe es gar nicht. Aber tatsächlich gibt es diesen einen Tag im Jahr, an dem die ganze Schule in Bewegung ist, Neues entdeckt, erforscht oder erlebt.
Während sich die Erstklässler nach einer kurzen Wanderung auf dem Waldspielplatz einfanden, zog es die Zweitklässler ins mittelalterliche Vechta. Die Drittklässler backten Brot in Cloppenburg und die Viertklässler durften Afrika hautnah in Osnabrück erleben. Aber der Reihe nach.
Unsere Jüngsten brachen morgens zu einer kleinen Wanderung durch den Hopener Wald auf. Unterwegs traf man Amsel, Drossel, (Buch-)fink, aber leider keinen Star, dafür aber Kaninchen und Eichhörnchen. Nach dieser Exkursion erreichte der Tross der Wanderwütigen die Rehwiese. Nach einer Stärkung wurde geturnt, gerutscht und geklettert. Der Abschluss wurde versüßt mit einem Eis im Eiscafe Venezia. Dort probierten sich die Kleinen durch die schier unbegrenzten Möglichkeiten an Fruchteisvariationen. 
Die Kinder der beiden zweiten Klassen der Gertrudenschule sind in diesem Jahr am Ausflugstag ausnahmsweise einmal etwas früher zur Schule gekommen. Dies hatte auch seinen Grund: Pünktlich um 8.00 Uhr ging es los in Richtung Bahnhof. Dort fuhr kurze Zeit später der Zug ab, der alle nach Vechta brachte. Bereits die Zugfahrt war für viele Kinder ein aufregendes Erlebnis, das leider allzu schnell vorbeiging. In Vechta angekommen ging es zu Fuß weiter in Richtung Museum im Zeughaus. Dort startete die Klasse 2a mit einer interessanten Führung, die stellenweise wie eine Zeitreise ins Mittelalter war. Da hatten auf einmal Kinder mächtige Ritterhelme auf dem Kopf oder durften testen, wie schwer die damaligen Rüstungen und Waffen waren. Auch eine Schandmaske wurde aufprobiert und derjenige, den es erwischt hatte, war froh, dass er dieses schwere Relikt aus der Ritterzeit wieder ablegen durfte. Gespannt lauschten die Kinder den Erzählungen über mittelalterliche Strafen und Ritterkämpfe. Bei der Besichtigung der Gefängniszellen gab es einen kurzen Schreckmoment, als sie am eigenen Leib erfuhren, wie es sich anfühlt, plötzlich eingesperrt zu sein. Doch zum Glück wurde die Tür rasch wieder geöffnet. Zur gleichen Zeit durften die Kinder der Klasse 2b einen mittelalterlichen Geldbeutel aus echtem Leder herstellen. Dazu musste das Leder zunächst passend ausgeschnitten werden, um anschließend mit einem Stanzer Löcher hineinzustanzen, in die das Band zum Schließen des Beutels eingefädelt wurde. Stolz präsentierten die Schüler und Schülerinnen am Ende ihre Ergebnisse. Nun gab es eine Frühstückspause, die besonders wichtig war, denn schließlich gab es am Ausflugstag nicht nur das übliche Schulbrot, sondern aus vielen Taschen kamen Chips, Bonbons und andere Leckereien zum Vorschein. Nach der Frühstückspause ging es gestärkt weiter und die Gruppen nahmen an jeweils der Aktion teil, die die Nebenklasse zuvor besucht hatte. 
Am Mittag war noch ein wenig Zeit bis zur Abfahrt übrig, so dass nach einem Gang durch den Park und einem Abstecher auf die Skaterbahn (die man auch hervorragend ohne Skateboard nutzen kann) noch die gerade eröffnete Fußgängerbrücke in Vechta aufgesucht werden konnte. Danach ging es zurück zum Bahnhof, wo nach kurzer Wartezeit auch schon der Zug kam, der alle wieder nach Lohne brachte. Das war ein unvergesslicher Tag!
Auch die Klassen 3 machten sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Im Museumsdorf Cloppenburg erlebten sie hautnah, wie das Leben im Mittelalter war. So war es für die Drittklässler nicht schwer, sich 500 Jahre zurück zu versetzen. Ein besonderes Highlight war das Brot backen. Einmal backen zu Ur-Omas Tagen war nicht nur Herausforderung, sondern auch einfach ein Erlebnis. 
Und natürlich schmeckt selbst gemachtes Brot am besten. So schienen auch die Eltern sehr begeistert, dass ihre Sprösslinge sogar das Brot fürs Wochenende mitbrachten. Eine Mutter merkte mit einem Schmunzeln an, damit sei das Essen fürs Wochenende ja gerettet.
Und während die Klassen 2 und 3 Vergangenheit hautnah erlebten, waren die vierten Klassen bereits auf dem Weg in ferne Länder. Nein, nicht mit dem Flugzeug, sondern mit dem Bus. Und da eine Weltumrundung an einem Tag schwerlich möglich ist, bog der Bus kurzerhand in Osnabrück-Nahne von der Autobahn und knapp 40 begeisterte Lehrer und Schüler erlebten einen unvergesslichen Tag im Osnabrücker Zoo. Ob Tiere streicheln, der Löwenfütterung beiwohnen oder sich einfach mal eine Auszeit auf dem Spielplatz nehmen, für jeden war etwas dabei. So bleibt der letzte Ausflug der Viertklässler wohl für immer in bleibender, weil schöner Erinnerung.

Ben Wobbeler