Aktuelle Nachrichten

224
21.09.2018
Frieden bewusst erleben und gestalten
Vielfältige Angebote ließen diesen Tag zum Erlebnis werden
Am 21.09. ist der Weltfriedenstag. Der Begriff des Friedens ist in allen Kulturen und Sprachen äußerst vielfältig. Vielfach gewinnt man den Eindruck, dass Frieden der Normalzustand im alltäglichen Mitein¬ander zu sein scheint, deshalb keiner besonderen Aufmerksamkeit bedarf. 
Unter den heutigen Bedingungen der Existenz von Massenvernichtungswaffen, der Zerstörung der natürlichen Umwelt und des Zusammenwachsens der Weltgesellschaft durch Bevölkerungswachstum und Migrationen sowie die Zunahme terroristischer Gewalt bedeutet es in vielen Fällen überhaupt erst, dass die Herstellung von Frieden innerhalb von Gesellschaften zur Voraussetzung des Überlebens geworden ist (vgl. Imbusch & Zoll, 2005, 17). Welche Wirkung Bilder in diesem Zusammenhang besitzen, bewies 2003 der damalige US-Außenminister Colin Powell, der Picassos Guernica verhängen ließ, um vermeintliche Beweise für einen Krieg gegen den Irak „ohne diesen bildhaften Einspruch zu präsentieren“ (Krautz, 2006, 409).
Wir haben diesen Tag einmal zum Anlass genommen, uns bewusst mit dem Thema auseinander zu setzen. Was ist Frieden für den einzelnen? Wie empfindet jeder Frieden? Was gehört zum Frieden? Dazu wurde gelesen, gebastelt, geturnt, gesungen, gerechnet und viel gelacht.
Während sich die ersten Klassen mit Friedenssymbolen beschäftigten, einen Friedensbaum und -tauben gestalteten, bastelten die Zweitklässler eigene Friedensflaggen, turnten den Frieden und stellten sich künstlerisch eine friedvolle Welt vor. Die Dritt- und Viertklässler beschäftigten sich mit berühmten Friedensaktivisten.
Den Abschluss des Projekttages stellte eine große Weltkarte in der Pausenhalle dar, auf der die Herkunftsländer unserer Schüler mittels Punkten geklebt wurden. In Gesprächen mit aus ihren Heimatländern geflüchteten Schülern wurde deutlich, wie wichtig Frieden (auch und besonders als Ort und Zeit der Ruhe und Stille) ist.
 
Ben Wobbeler